Die ersten Anzeichen einer Nikotinabhängigkeit können bei manchen Menschen schon nach einigen Wochen gelegentlichen Rauchens auftreten, noch bevor sie täglich rauchen. Dazu gehören zum Beispiel ein starkes Verlangen nach einer Zigarette, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, wenn man nicht rauchen kann, sowie ein gescheiterter Rauchstopp-Versuch.
In einer amerikanischen Studie wurden 679 Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren 30 Monate lang beobachtet. Von den 332 Schülern, die in dieser Zeit Tabak konsumierten, berichteten 40 Prozent über mindestens ein Abhängigkeitssymptom. Die Hälfte der Mädchen mit solchen Symptomen bemerkte sie spätestens 21 Tage, nachdem sie begonnen hatten, mindestens einmal im Monat zu rauchen. Bei Jungen betrug diese Zeit 183 Tage. Beim ersten Symptom rauchten die Teilnehmer meist 2 Zigaretten an einem Tag pro Woche. Schüler mit auch nur einem Symptom rauchten deutlich häufiger bis zum Ende der Beobachtung weiter.
An einer anderen amerikanischen Studie nahmen 367 rauchende Jugendliche teil. Über Anzeichen eines Kontrollverlusts beim Rauchen, etwa einen gescheiterten Rauchstopp-Versuch oder das Gefühl, eine Zigarette zu brauchen, berichteten 9 Prozent derer, die in ihrem Leben 2 Zigaretten geraucht hatten, und 44 Prozent derer, die 5 bis 9 Zigaretten geraucht hatten. Unter denen, die mindestens 100 Zigaretten geraucht hatten, lag der Anteil bei 96 Prozent.
Diese Ergebnisse zeigen, dass über eine Abhängigkeit nicht allein die Zahl der gerauchten Zigaretten entscheidet. Beim Termin fragt der Arzt deshalb auch nach dem Nikotinverlangen, dem Befinden an Tagen ohne Zigarette und dem Verlauf früherer Rauchstopp-Versuche. Das Medikament lindert die Entzugssymptome, und in den Sitzungen mit dem Suchttherapeuten lernt der Patient, das Verlangen nach einer Zigarette auszuhalten.