Rehabilitation nach COVID-19 - Atemregeneration der Lungen

Komplikationen nach dem Coronavirus SARS-CoV-2

Etwa 80% der Infizierten haben einen milden oder moderaten Verlauf der COVID-19-Krankheit und benötigen keine Behandlung. Etwa 20% der Patienten haben jedoch schwere Symptome und Folgen nach COVID, die eine Bedrohung für ihr Leben darstellen können. Aufgrund des komplizierten Krankheitsverlaufs benötigen solche Patienten einen Krankenhausaufenthalt und ständige ärztliche Betreuung. Einige von ihnen können auch das sogenannte Long COVID haben – wenn die Coronavirus-Symptome von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten andauern.

Was passiert mit den Lungen im Moment der Coronavirus-Infektion?

Wenn das Virus in den Brustkorb gelangt, beginnt SARS-CoV-2 auf die Atemwege einzuwirken und verursacht Entzündungen. Es tritt ein trockener, hartnäckiger Husten auf, Druck im Brustkorb und starke Schmerzen beim Atmen. Für einige Menschen (meist ältere Patienten und solche mit Begleiterkrankungen) stellt die Infektion eine größere Bedrohung dar. Beim Versuch, das Coronavirus SARS-CoV-2 zu bekämpfen, füllt sich das Lungengewebe mit Flüssigkeit und Resten abgestorbener Zellen. Dieser Prozess erschwert die Sauerstoffaufnahme im Körper des Patienten und verursacht Lungenentzündung. Manchmal führt diese Entzündung zu langanhaltenden Atemproblemen und Atemnot nach COVID-19.

Atemrehabilitation nach COVID-19

Da SARS-CoV-2 ein neues Virus aus der Gruppe der Coronaviren ist und die Bevölkerung nicht immun dagegen ist, wird empfohlen, dass Ärzte Personen, die COVID-19 durchgemacht haben, engmaschig überwachen. Jede Person, die nach einer Lungenentzündung eine Atemrekonvaleszenz benötigt, sollte sich an ein COVID-Rehabilitationszentrum wenden. Selbstständiges Durchführen von Übungen ohne vorherige ärztliche Konsultation kann für die Gesundheit des Patienten gefährlich sein. Ziel der Atemübungen ist es, die Symptome von COVID-19 zu lindern, also Atemnot, Angst- und Depressionsgefühle sowie andere Komplikationen nach COVID. Während der Konsultation in der Praxis zeigt der Arzt, wie man Atemübungen in der Rehabilitation richtig durchführt und verschiedene Arten von Atemgymnastik. Mit einer individuell angepassten Rehabilitation nach Coronavirus kann die Lungenkapazität effektiv verbessert werden.

Atemübungen – COVID-19-Physiotherapie

Die Lungenregeneration nach COVID umfasst neben Übungen aus dem Bereich der Physiotherapie auch die richtige Atemtechnik. Kontrolliertes Atmen hilft dem Patienten, sich zu entspannen und die Kontrolle über den Atem wiederzuerlangen.

Beispiele für Atemübungen

  • Anheben und Kreisen der Schultern:
Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl, stellen Sie die Füße auf den Boden. Heben Sie langsam die Schultern in Richtung Ohren und senken Sie sie dann mit dem Ausatmen. Nach einigen Wiederholungen kehren Sie in die Ausgangsposition zurück (Schultern locker entlang des Rumpfes gesenkt). Beginnen Sie dann langsam, kreisförmige Bewegungen mit den Schultern vorwärts und rückwärts auszuführen.
  • Seitneigungen:
Stehen Sie gerade – Schultern entlang des Rumpfes gesenkt. Senken Sie abwechselnd die Arme entlang des Rumpfes in Richtung Boden und führen Sie dabei eine Seitneigung aus. Nach jeder Neigung kehren Sie in die Ausgangsposition zurück und führen Sie die Übung fort.
  • Marschieren auf der Stelle:
Stehen Sie gerade (stützen Sie sich bei Bedarf auf einen Stuhl oder eine Wand) und heben Sie abwechselnd die Knie, wobei Sie Höhe und Tempo variieren. Diese Übung ist für Personen gedacht, die keine Möglichkeit haben, spazieren zu gehen, oder nicht in der Lage sind, eine längere Strecke zu gehen.
  • Stufe steigen:
Stellen Sie sich vor eine Stufe, beginnen Sie die Übung langsam und kontrollieren Sie die Atmung. Steigen Sie auf die Stufe und wieder herunter. Nach 10 Wiederholungen wechseln Sie das Bein, mit dem Sie die Übung beginnen. Neben Aufwärm- und Trainingstechniken gibt es auch kräftigende und beruhigende Übungen, die im Rekonvaleszenzprozess nach Coronavirus ebenso notwendig sein können. Denken Sie jedoch daran, Ihr Wohlbefinden und Ihre Atmung zu kontrollieren. Wenn Sie außer Atem sind, hören Sie auf zu üben und ruhen Sie sich aus. Alle Techniken und ihre Intensität sollten individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden. Es gibt auch eine Reihe von Kontraindikationen für Atemübungen bei Lungenentzündung. Daher wird empfohlen, eine professionelle ärztliche Beratung in Anspruch zu nehmen.
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