Patienten suchen häufig nach einer Lösung, die auf einfache Weise die Wirkung psychoaktiver Substanzen blockieren und den Patienten von deren Konsum abhalten könnte. Aus diesem Grund taucht in Unserer Praxis die Frage nach einem Drogenimplantat auf. Dieser Begriff wird fälschlicherweise aus der Behandlung von Alkoholabhängigkeit übertragen, wo es das Alkoholimplantat gibt. Leider sieht die Situation bei Drogen völlig anders aus. Das aktuelle medizinische Wissen zeigt eindeutig, dass es kein pharmakologisches Implantat gibt, das gegen Drogen wirkt.
Warum gibt es kein Implantat gegen Drogen?
Der Wirkstoff des Alkoholimplantats ist Disulfiram, das das Enzym blockiert, das für den Abbau von Alkohol verantwortlich ist. Infolgedessen führt selbst eine geringe Menge Ethanol zur Ansammlung toxischer Metaboliten und verursacht starke, unangenehme körperliche Symptome. Gerade dieser aversive Mechanismus soll den Patienten vom Alkoholkonsum abhalten. Dieser Mechanismus betrifft ausschließlich Ethylalkohol. Drogen werden auf völlig anderen Wegen metabolisiert und wirken auf andere Systeme im Gehirn. Stimulanzien, Opioide, Cannabinoide oder halluzinogene Substanzen nutzen nicht dieselben Enzyme wie Alkohol und lösen nicht die Reaktion aus, auf der die Wirkung von Disulfiram basiert. Aus diesem Grund blockiert das Alkoholimplantat nicht die Wirkung von Drogen, verursacht keine aversive Reaktion nach deren Konsum und hat keine Wirksamkeit bei der Behandlung von Drogensucht.Implantat gegen Mephedron – Mythos oder reale Behandlungsmethode?
Es gibt keine Substanz, die sicher in den Organismus eingebracht werden könnte und auf kontrollierte Weise die Wirkung von Drogen blockieren würde. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von Mephedron sehr häufig mit Stimmungsstörungen, Schlaflosigkeit, Panikattacken oder paranoiden Episoden verbunden, was das Risiko von Komplikationen bei falsch gewählter Behandlung zusätzlich erhöht. Aus diesem Grund basiert die Therapie der Abhängigkeit von dieser Droge nicht auf der Anwendung eines Implantats, sondern auf individueller Diagnostik und ständiger Kontrolle des psychischen Zustands des Patienten. Wichtig ist die Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands, des Schweregrades psychischer Symptome sowie die Einführung sicherer, bewährter therapeutischer Methoden, die den Prozess des Ausstiegs aus der Abhängigkeit real unterstützen, anstatt zusätzliche Gefahren zu schaffen.Esperal und Marihuana – warum funktioniert das nicht?
Esperal (Disulfiram) wirkt ausschließlich in Bezug auf Alkohol, da sein Mechanismus auf der Blockierung von Enzymen beruht, die für den Metabolismus von Ethanol in der Leber verantwortlich sind. Infolgedessen führt der Konsum alkoholischer Getränke zur Ansammlung toxischer Metaboliten und zum Auftreten starker, unangenehmer Symptome. Marihuana funktioniert im Organismus völlig anders. Seine Wirkstoffe, hauptsächlich THC, werden auf anderen Wegen als Alkohol metabolisiert. Aus diesem Grund löst Disulfiram keine aversive Reaktion nach dem Konsum von Marihuana aus und blockiert auch nicht deren Wirkung. Die Anwendung von Esperal zur Behandlung von Drogenabhängigkeit würde also nicht die erwarteten Effekte bringen und könnte den Patienten in ein falsches Sicherheitsgefühl versetzen.Wie sieht die reale Behandlung von Drogensucht aus?
Das grundlegende Element der Drogensuchtbehandlung ist die Psychotherapie, die:- es ermöglicht, die Ursachen der Abhängigkeit kennenzulernen
- zu lernen, mit dem Drogenverlangen umzugehen
- das Rückfallrisiko verringert.
Drogensuchtbehandlung in Nasz Gabinet – reale Hilfe in Reichweite
In Unserer Praxis erfolgt die Drogensuchtbehandlung ambulant, was bedeutet, dass der Patient in seinem Umfeld bleibt und gleichzeitig professionelle medizinische Unterstützung erhält. Die Entgiftung wird individuell durchgeführt und dauert je nach Gesundheitszustand, Art der Substanz und Schweregrad der Symptome 3 bis 12 Stunden. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Wirksamkeit der Behandlung mit Sicherheit und den realen Möglichkeiten des Patienten zu verbinden, ohne auf Lösungen zurückzugreifen, die keine medizinische Bestätigung haben. Parallel bieten wir Suchtpsychotherapie an, die es ermöglicht, zu lernen, mit dem Verlangen umzugehen. Psychologische Unterstützung hilft auch bei der Arbeit mit Angst, niedergedrückter Stimmung oder emotionalen Störungen, die oft die Abhängigkeit begleiten.:::cta Brauchen Sie Hilfe im Kampf gegen die Sucht? Unsere Spezialisten sind bereit, Ihnen zu helfen. Rufen Sie an oder vereinbaren Sie einen Online-Termin. Anrufen: 880 808 880 | Termin vereinbaren :::




