Alkoholismus bei Senioren — Alkoholkonsum im fortgeschrittenen Alter

Folgen von Alkoholmissbrauch bei älteren Menschen

Die neuesten Studien zeigen deutlich, dass bei älteren Menschen der Stoffwechsel von Alkohol und anderen Substanzen etwas anders verläuft als bei jüngeren Altersgruppen. Dies wird durch physiologische Veränderungen in der Leberfunktion beeinflusst. Senioren und Menschen im fortgeschrittenen Alter sind dadurch noch stärker den nachteiligen Folgen des Alkoholkonsums ausgesetzt. Es ist auch zu bedenken, dass ältere Menschen häufiger dem Risiko ausgesetzt sind, andere Erkrankungen wie Demenz oder kognitive Störungen zu entwickeln. Darüber hinaus sind ältere Menschen zweifellos die größten Medikamentenkonsumenten. Medikamente gehen, wie bekannt ist, zahlreiche chemische Wechselwirkungen sowohl untereinander als auch mit den Alkoholsubstanzen selbst ein. Diese wiederum können sowohl untereinander als auch mit Alkohol interagieren. In solchen Fällen können diese Medikamente ihre Wirkung verlieren und einfach nicht mehr effektiv wirken, und im schlimmsten Fall — den Tod oder dauerhafte Organschäden verursachen. Lesen Sie auch: Welche Medikamente dürfen nicht mit Alkohol kombiniert werden? Es ist auch zu beachten, dass die gleiche Alkoholdosis für verschiedene Altersgruppen unterschiedliche Konsequenzen hat. Eine Dosis, die für jüngere Menschen relativ ungefährlich ist, kann die Gesundheit und sogar das Leben älterer Menschen gefährden.

Alkoholismus bei älteren Menschen — Statistik

Laut einer vom Medizinischen Universität Lublin durchgeführten Umfrage trinken alle befragten älteren Menschen in der Altersgruppe 65+ gelegentlich Alkohol. Keiner der Befragten erklärte Abstinenz. Gelegentliches Trinken gaben 83,6% der Befragten an, und mehrmals pro Woche — 16,4%. Dies bedeutet, dass obwohl der Konsum von Alkoholsubstanzen tatsächlich mit dem Alter abnimmt, er immer noch ein häufiges Phänomen ist. Frauen trinken statistisch weniger Alkohol als Männer, jedoch ist ihre Chance, im höheren Alter mit dem Trinken zu beginnen — und somit in den Alkoholismus zu geraten — höher. Darüber hinaus steigt diese Chance bei alleinstehenden Frauen erheblich.

Warum greifen ältere Menschen und Senioren zu Alkohol?

Im Fall älterer Menschen, wie auch jüngerer, ist der Hauptfaktor, der zum Alkoholkonsum führt, die Unfähigkeit, mit der Situation umzugehen, in der sie sich befinden. Im Fall älterer Menschen ist dieses Problem jedoch etwas anders. Insbesondere Menschen, die von voller Aktivität ins Rentenalter übergegangen sind, gehören zur Risikogruppe. Die Ergebnisse der von POLSenior durchgeführten Studien zeigen besorgniserregende Ergebnisse. In der Gruppe der Menschen über 65 Jahre zeigten über 26% der Befragten Depressionssymptome, was sich auch auf die Entwicklung von Abhängigkeiten, einschließlich Alkoholismus, auswirkt.

Abhängigkeit bei älteren Menschen — wie erkennen

Die Entwicklung von Abhängigkeit bei Menschen sowohl im fortgeschrittenen Alter als auch bei jüngeren, bei Frauen und Männern unterscheidet sich. Frauen können in deutlich kürzerer Zeit in Abhängigkeit geraten. Bei Männern dauert die Entwicklung einer vollständigen Abhängigkeit länger. Darüber hinaus leiden ältere Menschen oft auch an vielen anderen Begleiterkrankungen der Sucht, was die korrekte Diagnose noch weiter erschwert. Es lohnt sich jedoch, auf diese Symptome zu achten:
  • Zahlreiche kleine Körperverletzungen oder Blutergüsse, häufige Stürze, Probleme bei der Aufrechterhaltung der Hygiene;
  • Verwirrtheitsgefühl, Orientierungsstörungen, Gedächtnisprobleme;
  • Alkoholforderung, häufiges Trinken.
Wenn bei einem älteren Menschen die oben genannten Symptome auftreten, haben wir es wahrscheinlich mit einer bereits entwickelten Abhängigkeit zu tun. In einem solchen Fall muss trotz des fortgeschrittenen Alters eine Suchttherapie eingeleitet werden. Alkoholismus ist eine Krankheit, die die inneren Organe erheblich belastet und den Organismus schwächt, was bei älteren Menschen noch zerstörerischer ist.
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