TL;DR
Alkohol erhöht das Krebsrisiko – er ist für etwa 4% aller jährlichen Krebsfälle verantwortlich. Der stärkste Zusammenhang besteht bei Krebs der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfs, der Speiseröhre, der Leber und der Brust. Ethanol beeinflusst die Krebsentstehung durch DNA-Schädigung (Wirkung von Acetaldehyd), Aktivierung von Onkogenen und Bildung freier Sauerstoffradikale. Alkohol stört den Stoffwechsel und führt zu Mangelerscheinungen (u.a. Zink, Eisen, Vitamine A, E und B-Gruppe), was ebenfalls die Krebsentwicklung begünstigt. Internationale Institutionen erkennen Alkohol als starkes Karzinogen an; zur Prävention wird vollständige Abstinenz empfohlen. Krebspatienten sollten Alkohol meiden – er schwächt den Körper, belastet die Leber und kann mit onkologischen Medikamenten interagieren. Alkoholkonsum während oder nach der Chemotherapie wird aufgrund erhöhter Körperempfindlichkeit und Nebenwirkungsrisiko nicht empfohlen.Alkohol und Krebsrisiko
Alkohol erhöht das Krebsrisiko. Bereits moderater Konsum dieser Substanz steigert die Gefahr bestimmter Krebsarten. Wissenschaftler, die sich mit dieser Thematik befassen, zeigen, dass Alkohol für 4% aller Krebserkrankungen verantwortlich ist, also über 740 Tausend Erkrankungen jährlich. Ethanol erhöht vor allem das Risiko für Krebs des oberen Verdauungstrakts, der Leber und der Brust.Alkohol und Krebs des oberen Verdauungstrakts
Der stärkste Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs besteht bei Krebserkrankungen des oberen Verdauungstrakts, insbesondere der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfs und der Speiseröhre. Die Erkrankungsrate an Krebs in diesem Bereich ist besonders hoch bei abhängigen Personen, die intensiv Alkohol konsumieren. Schätzungsweise sind ganze 50% der Fälle von Krebs der Mundhöhle, des Rachens und des Kehlkopfs mit übermäßigem Trinken verbunden.Alkohol und Leberkrebs
Langfristiger, intensiver Alkoholkonsum erhöht das Risiko für primären Leberkrebs. Als karzinogener Faktor wirkt dabei die durch Alkoholmissbrauch verursachte Leberzirrhose. Nach Ansicht einiger Forscher wurden ganze 36% aller Fälle von Krebs dieses Organs durch übermäßigen Konsum alkoholischer Getränke verursacht.Alkohol und Brustkrebs
Schätzungsweise ist chronisches Trinken für etwa 10% aller Brustkrebsfälle verantwortlich. Das Erkrankungsrisiko ist umso höher, je größer die Menge des konsumierten Alkohols ist und je länger der Körper seiner Wirkung ausgesetzt ist. Ethanol spielt auch eine indirekte Rolle bei der Brustkrebsentwicklung. Diese Substanz ist für den Anstieg von Östrogenen bei Frauen verantwortlich, was karzinogene Prozesse in diesem Bereich stimulieren kann. Wissenschaftler bestätigen, dass ein Zusammenhang zwischen Alkoholmissbrauch und dem Brustkrebsrisiko besteht. Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebserkrankung wurde auch bei Dickdarm- und Mastdarmkrebs bestätigt. Forscher verfügen zudem über Beweise für den Einfluss von Ethanol auf die Entstehung von Krebsveränderungen im Bereich der Gallenblase, des Magens, der Prostata und der Haut.Forschung zum Einfluss von Alkohol auf die Krebsentwicklung
Den Einfluss von Alkohol auf die Krebsentwicklung zeigen verschiedene epidemiologische und onkologische Studien. Ihre Durchführung übernehmen zahlreiche Forschungseinrichtungen weltweit, unter anderem die Internationale Agentur für Krebsforschung, die American Cancer Society, United European Gastroenterology sowie die Abteilung für Epidemiologie und Primärprävention von Krebs des Nationalen Onkologie-Instituts. Licht auf die Thematik wirft auch eine Veröffentlichung, die in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet Oncology erschienen ist. Wissenschaftler fordern einhellig, das öffentliche Bewusstsein über den Einfluss von Alkohol auf die Krebsentwicklung zu erhöhen. In diesem Zusammenhang plädieren sie für die Umsetzung wirksamer Strategien zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, darunter die Einschränkung des Alkoholzugangs, die Kennzeichnung ethanolhaltiger Produkte mit entsprechenden Gesundheitswarnungen sowie das Verbot von Werbung für alkoholische Getränke.Ist Alkohol ein Karzinogen?
Die Internationale Agentur für Krebsforschung, Teil der Weltgesundheitsorganisation, erkannte Alkohol 1988 als eines der stärksten Karzinogene an. Dies geschah auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur und durchgeführter eigener Studien. Aufgrund dieser Erkenntnisse empfiehlt der Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung vollständige Abstinenz, da selbst geringe Mengen konsumierten Alkohols als Katalysator für Krebsveränderungen wirken können. Ethanol begünstigt die Krankheitsentwicklung, indem es auf Onkogene einwirkt und die Bildung freier Sauerstoffradikale verursacht.Einfluss von Alkohol auf Onkogene
Alkohol begünstigt die Krebsentwicklung bereits auf genetischer Ebene. Diese Substanz wirkt auf Proto-Onkogene ein, also Gene, die den Prozess der Krebstransformation auslösen können. Unter Alkoholeinfluss verwandeln sie sich in Onkogene, deren Aktivität zur Umwandlung gesunder Zellen in Krebszellen führen kann. Die Wahrscheinlichkeit karzinogener Mutationen wird durch die Wirkung von Acetaldehyd erhöht, einem Metaboliten von Ethanol. Diese Substanz beeinträchtigt die natürliche Fähigkeit der Zelle zur Reparatur beschädigter DNA und lässt sie schutzlos gegenüber den ablaufenden Krebsveränderungen.Einfluss von Alkohol auf freie Sauerstoffradikale
Alkohol verursacht die Bildung freier Sauerstoffradikale. Diese Substanzen reagieren mit Verbindungen wie Proteinen, Lipiden, Zuckern und genetischem Material, wodurch sie deren Struktur und infolgedessen auch deren biologische Aktivität verändern. Die durch die Wirkung freier Sauerstoffradikale verursachte Schädigung des genetischen Materials der Zelle begünstigt das Auftreten karzinogener Mutationen in ihr. Alkoholkonsum erhöht auch den Spiegel einiger krebsbegünstigender Hormone. Chronischer Missbrauch dieser Substanz kann zudem zu Anomalien im Nahrungsstoffwechsel des Körpers führen. Dies kann Mangelerscheinungen von Eisen, Zink sowie den Vitaminen E, A und einigen B-Vitaminen verursachen, was das Risiko für verschiedene Krebsarten erheblich erhöht.Darf ein Krebspatient Alkohol trinken?
Darf man bei Krebs Alkohol trinken? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die mit einer Krebserkrankung kämpfen. Onkologen raten vom Alkoholkonsum ab, da er sich während und nach Abschluss der Krebsbehandlung ungünstig auf den Körper auswirkt. Diese Substanz kann eine übermäßige Leberbelastung und eine Verschlechterung ihrer entgiftenden Funktionen verursachen. Sie ist auch in der Lage, mit einigen in der Krebstherapie verwendeten Arzneimitteln zu interagieren. Alkoholkonsum durch einen Krebspatienten kann also eine verringerte Medikamentenaufnahme, eine verminderte Konzentration seines Wirkstoffs sowie ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen verursachen. Ethanol ist darüber hinaus eine psychoaktive Substanz mit starkem Suchtpotenzial. Ihr Konsum ist besonders riskant in Phasen krankheitsbedingter Zustände erhöhten Stresses und nervlicher Anspannung. Überwinden Sie die Sucht und finden Sie die Kraft zum Kampf gegen Krebs. Informieren Sie sich über das Angebot unserer Einrichtungen, die Alkoholimplantat-Eingriffe durchführen: +48 880 808 880 Kostenlose Hotline 08:00 – 20:00Chemotherapie und Alkohol
Wann darf man nach der Chemotherapie Alkohol trinken? Die Meinungen hierzu sind geteilt. Am sichersten für die Gesundheit des Patienten ist es, sowohl vor, während als auch nach Abschluss der Chemotherapie auf Alkohol zu verzichten. Der Kranke muss sich bewusst sein, dass die Krebsbehandlung den Körper erheblich schwächt, wodurch seine Fähigkeit zum Alkoholstoffwechsel drastisch sinkt. Die Chemotherapie kann auch die Darmschleimhaut schädigen und sie anfälliger für durch Alkohol verursachte Reizungen machen.:::cta Brauchen Sie Hilfe im Kampf gegen die Sucht? Unsere Spezialisten sind bereit, Ihnen zu helfen. Rufen Sie an oder vereinbaren Sie einen Online-Termin. Anrufen: 880 808 880 | Termin vereinbaren :::




