Akamprozat (Campral) Tabletten

Akamprozat (Campral) ist ein Medikament zur Unterstützung der Abstinenzerhaltung nach Alkoholentzug. Wirkt durch Wiederherstellung des Neurotransmitter-Gleichgewichts im Gehirn (GABA/Glutamat), reduziert Alkoholverlangen und lindert Entzugserscheinungen. Dosierung: 2 Tabletten 3× täglich (≥60 kg) zwischen den Mahlzeiten. Empfohlene Behandlungsdauer: 1 Jahr.
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Akamprozat (Campral) — alles, was Sie über das Medikament wissen müssen

Was ist Akamprozat (Campral) und wie wirkt es auf den Körper?

Akamprozat (Handelsname Campral) ist ein orales Medikament in Form magensaftresistenter Tabletten mit dem Wirkstoff Acamprosatum in einer Dosierung von 333 mg. Es wird zur Erhaltungstherapie der Alkoholabstinenz bei alkoholabhängigen Personen eingesetzt — immer in Kombination mit gleichzeitiger Psychotherapie.

Akamprozat hat eine chemische Struktur, die den natürlich im Gehirn vorkommenden Neurotransmittern — Taurin und Gamma-Aminobuttersäure (GABA) — ähnelt. Studien haben gezeigt, dass das Medikament die Alkoholabhängigkeit beeinflusst, indem es den Alkoholkonsum reduziert, ohne die Nahrungsund Flüssigkeitsaufnahme zu beeinträchtigen.

Wirkungsmechanismus

Chronischer Alkoholkonsum stört das Gleichgewicht im Gehirn zwischen zwei wichtigen Neurotransmitter-Systemen:

  • Glutamaterges System (erregend) — NMDA-Rezeptoren werden überaktiv
  • GABAerges System (hemmend) — GABA-A-Rezeptoren verlieren ihre normale Funktion

Nach dem Alkoholentzug äußert sich dieses gestörte Gleichgewicht in Übererregbarkeit, Unruhe, Schlaflosigkeit und starkem Alkoholverlangen (Craving). Akamprozat stellt dieses Gleichgewicht wieder her durch:

  • Stabilisierung des glutamatergen Systems — hemmt die übermäßige NMDA-Rezeptor-Aktivität, die für den Zustand nach Alkoholentzug charakteristisch ist
  • Modulation des GABAergen Systems — beeinflusst die GABA-A-Rezeptoren und stellt das richtige Verhältnis zwischen erregenden und hemmenden Signalen wieder her

Grundprinzip: Akamprozat verursacht keine aversive Reaktion nach Alkoholkonsum — es bestraft nicht für das Trinken, wie es Anticol (Disulfiram) tut. Stattdessen reduziert es das Bedürfnis, zum Alkohol zu greifen, und lindert psychische Entzugssymptome.

Akamprozat im Vergleich zu anderen Medikamenten gegen Alkoholismus — wesentliche Unterschiede

In der Pharmakotherapie des Alkoholismus werden mehrere Medikamente mit unterschiedlichen Wirkmechanismen eingesetzt. So schneidet Akamprozat im Vergleich zu anderen Präparaten ab:

Akamprozat (Campral) vs Anticol (Disulfiram)

  • Mechanismus: Akamprozat stellt das Neurotransmitter-Gleichgewicht wieder her; Anticol verursacht eine aversive Reaktion (Vergiftung nach Alkohol)
  • Reaktion nach Alkohol: Akamprozat — keine; Anticol — schwer, potenziell gefährlich
  • Dosierung: Akamprozat 3× täglich; Anticol 1× täglich
  • Gelegentliches Trinken: bei Akamprozat kein Hindernis für die Fortsetzung; bei Anticol — lebensbedrohlich
  • Kontraindikationen: Akamprozat — wenige; Anticol — umfangreiche Liste
  • Wechselwirkungen: Akamprozat — sehr geringes Risiko; Anticol — zahlreiche, gefährliche Wechselwirkungen
  • Fahren: Akamprozat — kein Einfluss; Anticol — Vorsicht (Schläfrigkeit)

Akamprozat vs Naltrekson

  • Mechanismus: Akamprozat normalisiert Neurotransmitter; Naltrekson blockiert Opioid-Rezeptoren
  • Erforderliche Abstinenz: Akamprozat — ja (nach Entgiftung); Naltrekson — nein
  • Dosierung: Akamprozat 3× täglich; Naltrekson 1× täglich
  • Behandlungsdauer: Akamprozat — empfohlen 1 Jahr; Naltrekson — bestimmt der Arzt
  • Kombination: können zusammen angewendet werden (Naltrekson kann den Akamprozat-Spiegel erhöhen)

Akamprozat vs Nalmefen (Selincro)

  • Ziel: Akamprozat unterstützt die Abstinenz; Nalmefen dient der Trinkmengenreduktion
  • Dosierung: Akamprozat täglich 3× pro Tag; Nalmefen "bei Bedarf" (vor geplantem Trinken)
  • Erforderliche Abstinenz: Akamprozat — ja; Nalmefen — nein

Zusammenfassung: Akamprozat ist ein Medikament mit dem besten Sicherheitsprofil unter den Alkoholismus-Medikamenten — geringstes Wechselwirkungsrisiko, kein Einfluss auf das Fahren, mildes Nebenwirkungsprofil. Es ist ideal für Patienten nach Entgiftung, deren Ziel die langfristige Abstinenzerhaltung ist.

Für wen ist Akamprozat? Anwendungsgebiete

Akamprozat ist für die Erhaltungstherapie der Alkoholabstinenz bei alkoholabhängigen Personen indiziert. Entscheidend ist, dass das Medikament mit gleichzeitiger Psychotherapie angewendet werden muss — das Medikament allein reicht nicht aus.

Beste Kandidaten für die Akamprozat-Behandlung

  • Patienten nach Entgiftung — das Medikament sollte so früh wie möglich nach dem Alkoholentzug begonnen werden
  • Personen mit starkem Alkoholverlangen — Akamprozat reduziert das Craving direkt
  • Patienten mit anhaltenden Entzugssymptomen — Unruhe, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit nach Alkoholentzug
  • Personen, bei denen Disulfiram kontraindiziert ist — deutlich kürzere Kontraindikationsliste
  • Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen — sehr geringes Wechselwirkungsrisiko
  • Autofahrer — das Medikament beeinflusst die Fahrtüchtigkeit nicht
  • Patienten, die ein Medikament bevorzugen, das "nicht bestraft" — keine aversive Reaktion nach Alkohol

Altersbeschränkungen

Sicherheit und Wirksamkeit von Campral wurden nicht nachgewiesen bei Patienten:

  • Unter 18 Jahren — nicht empfohlen
  • Über 65 Jahren — nicht empfohlen

Das Medikament ist für Erwachsene im Alter von 18–65 Jahren bestimmt.

Wichtige Information

Campral ist nicht indiziert für die Behandlung akuter Alkoholentzugssymptome (z. B. Delirium tremens, Krampfanfälle). Dafür ist eine Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht erforderlich. Akamprozat wird nach der Entgiftung begonnen, als Unterstützung bei der Abstinenzerhaltung.

Dosierung von Campral — wie wird das Medikament richtig angewendet?

Campral sollte immer gemäß den Anweisungen des Arztes angewendet werden. Bei Zweifeln wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dosierungsschema

  • Körpergewicht 60 kg oder mehr: 2 Tabletten (666 mg) dreimal täglich — morgens, mittags und vor dem Schlafengehen
  • Körpergewicht unter 60 kg: 4 Tabletten in drei Einzeldosen — 2 Tabletten morgens, 1 mittags und 1 vor dem Schlafengehen

Praktische Tipps

  • Einnahmezeit: Es wird empfohlen, das Medikament zwischen den Mahlzeiten einzunehmen. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme verringert die Absorption — das ist eine wichtige Information, die Patienten oft vergessen.
  • Art der Einnahme: Tabletten im Ganzen mit Wasser schlucken. Nicht zerdrücken oder zerkauen — die Tabletten haben eine magensaftresistente Beschichtung, die den Wirkstoff vor dem Abbau im Magen schützt.
  • Behandlungsbeginn: so früh wie möglich nach dem Alkoholentzug (nach der Entgiftung).
  • Behandlungsdauer: Die empfohlene Behandlungsdauer beträgt 1 Jahr.

Gelegentlicher Alkoholkonsum

Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Disulfiram: Eine gelegentliche Episode des Alkoholkonsums ist keine Kontraindikation für die Fortsetzung der Behandlung mit Akamprozat. Ein einmaliger "Ausrutscher" bedeutet nicht, dass die Therapie abgebrochen werden muss — im Gegenteil, der Patient sollte das Medikament weiter einnehmen und die Situation mit seinem Therapeuten besprechen.

Vergessene Dosis

Bei einer vergessenen Dosis nehmen Sie die nächste geplante Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um die vergessene auszugleichen.

Wenn der Patient den Eindruck hat, dass die Wirkung des Medikaments zu stark oder zu schwach ist, sollte er seinen Arzt kontaktieren.

Kontraindikationen — wer sollte Campral nicht anwenden?

Die Liste der absoluten Kontraindikationen für Akamprozat ist deutlich kürzer als bei Anticol (Disulfiram) — dies ist einer der Gründe, warum das Medikament als sicher gilt.

Absolute Kontraindikationen (darf nicht angewendet werden)

  • Überempfindlichkeit gegen Akamprozat oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments
  • Nierenfunktionsstörungen — Serumkreatininspiegel über 120 Mikromol/l. Akamprozat wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden, daher ist deren ordnungsgemäße Funktion entscheidend.
  • Stillzeit — das Medikament geht in die Tiermilch über; keine Humandaten verfügbar; darf nicht von stillenden Frauen angewendet werden.

Zustände, die besondere Vorsicht erfordern

  • Schwere Leberinsuffizienz — Sicherheit und Wirksamkeit wurden bei diesen Patienten nicht nachgewiesen
  • Depression und Suizidalität — es besteht ein gut bekannter und komplexer Zusammenhang zwischen Alkoholabhängigkeit, Depression und Suizid. Patienten, die mit Akamprozat behandelt werden, sollten auf typische Symptome überwacht werden.

Vergleich mit Anticol

Zum Vergleich: Anticol (orales Disulfiram) hat eine viel umfangreichere Liste absoluter Kontraindikationen — einschließlich Diabetes, Herzinsuffizienz, schwerer Atem-, Nieren- und Leberinsuffizienz, psychischer Störungen, und Schwangerschaft ist absolut ausgeschlossen. Akamprozat hat in dieser Hinsicht ein deutlich besseres Sicherheitsprofil.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Campral

Obwohl Akamprozat als sicheres Medikament gilt, gibt es einige wichtige Punkte, die der Patient kennen sollte:

Keine aversive Reaktion — aber Abstinenz weiterhin erforderlich

Akamprozat verursacht keine negative Reaktion nach Alkoholkonsum. Gleichzeitiger Alkoholkonsum beeinflusst weder die Wirkung des Alkohols noch die des Akamprozats. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Trinken sicher ist — Ziel der Therapie ist die Aufrechterhaltung der Abstinenz, und das Medikament ist ein Werkzeug, das diesen Prozess unterstützt.

Das Medikament behandelt keine akuten Entzugssymptome

Campral ist nicht indiziert für die Behandlung akuter Alkoholentzugssymptome — wie Krampfanfälle, alkoholisches Delirium (Delirium tremens) oder schwere psychomotorische Unruhe. Dafür ist eine professionelle Entgiftung erforderlich. Akamprozat wird nach Abschluss der Entgiftung begonnen.

Psychotherapie ist unerlässlich

Das Medikament ist Teil eines umfassenden therapeutischen Programms. Akamprozat allein wird die Abhängigkeit nicht heilen — es muss von Suchtpsychotherapie und therapeutischer Unterstützung begleitet werden. Das Medikament gibt dem Patienten ein "Nüchternheitsfenster", in dem er effektiv an den Ursachen des Trinkens arbeiten kann.

Stimmungsüberwachung

Alkoholabhängige Personen sind gefährdet für Stimmungsstörungen, Depression und Suizidgedanken. Der Patient sollte den Arzt unverzüglich über Symptome der Stimmungsverschlechterung, verstärkte Angst oder Suizidgedanken informieren.

Das Medikament macht nicht abhängig

Nichtklinische Studien zeigen, dass Akamprozat kein oder nur ein geringes Potenzial hat, eine Medikamentenabhängigkeit auszulösen. Dies ist eine wichtige Information für Patienten mit Suchtpersönlichkeit, die befürchten könnten, eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen.

Akamprozat und andere Medikamente — wissenswerte Wechselwirkungen

Einer der größten Vorteile von Akamprozat ist sein sehr geringes Risiko für Arzneimittelwechselwirkungen. Dieses Medikament wird in Kombination mit anderen Präparaten besonders gut vertragen — im Gegensatz zu Disulfiram (Anticol), das zahlreiche gefährliche Wechselwirkungen eingeht.

Sichere Kombinationen (in Studien bestätigt)

Es wurden keine Veränderungen in der Häufigkeit klinischer und/oder biologischer Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Akamprozat mit folgenden Substanzen beobachtet:

  • Disulfiram (Anticol / Esperal) — Medikamente können kombiniert werden
  • Oxazepam (Beruhigungsmittel aus der Benzodiazepin-Gruppe)
  • Tetrabamat und Meprobamat (Beruhigungsmittel)

In klinischen Studien wurde Akamprozat sicher in Kombination mit folgenden Substanzen angewendet:

  • Antidepressiva
  • Anxiolytika
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel
  • Nicht-opioidhaltige Schmerzmittel

Kombination mit Naltrekson

Die gleichzeitige Anwendung von Akamprozat mit Naltrekson kann den Akamprozat-Blutspiegel leicht erhöhen. Diese Kombination wird manchmal in der klinischen Praxis unter ärztlicher Aufsicht angewendet.

Alkohol + Campral

Gleichzeitiger Alkoholkonsum mit Campral beeinflusst weder die Wirkung des Alkohols noch die des Akamprozats. Das Medikament verstärkt oder schwächt die Wirkung von Alkohol nicht — dies ist ein grundlegender Unterschied zu Disulfiram, bei dem Alkohol eine gefährliche Reaktion auslöst.

Nebenwirkungen — was ist bei Campral zu erwarten?

Wie alle Medikamente kann Campral Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Das Nebenwirkungsprofil von Akamprozat ist mild — deutlich milder als bei Disulfiram.

Sehr häufig (häufiger als bei 1 von 10 Patienten)

  • Durchfall — die häufigste Nebenwirkung; meist vorübergehend, klingt während der Behandlung ab. Diese Information muss der Patient kennen.

Häufig (bei 1 bis 10 von 100 Patienten)

  • Magen-Darm-Beschwerden: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen
  • Hautsymptome: Juckreiz, makulopapulöser Ausschlag
  • Sexuelle Störungen: Frigidität oder Impotenz, vermindertes Libido

Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten)

  • Gesteigertes Libido

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Patienten)

Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich:

  • Urtikaria
  • Angioödem — Schwellung der tieferen Haut- und Unterhautschichten, die auch Schleimhäute betreffen kann; häufig im Gesichtsbereich (Augenlider, Lippen) lokalisiert, kann aber praktisch jede Körperregion sowie den Magen-Darm-Trakt, das Atmungs- und Harnsystem betreffen
  • Anaphylaktische Reaktionen — Juckreiz, Ganzkörpererythem, Urtikaria unterschiedlicher Schwere, plötzlicher Blutdruckabfall, erhöhte oder seltener verringerte Herzfrequenz, Atemnot, Atembeschwerden durch Kehlkopfödem, krampfartige Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall (manchmal blutig)

Häufigkeit nicht bekannt

  • Vesikulobullöse Eruptionen (blasenbildende Hautveränderungen)

Wichtig: Wenn Nebenwirkungen auftreten — einschließlich der oben nicht genannten — informieren Sie Ihren Arzt. Beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig.

Campral-Überdosierung — was passiert und wie ist vorzugehen?

Das Toxizitätsprofil von Akamprozat bei Überdosierung ist mild — dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Disulfiram, bei dem eine Überdosierung lebensbedrohlich sein kann.

Symptome einer Überdosierung

Bei Einnahme einer höheren als der empfohlenen Dosis von Campral ist das Hauptsymptom in der Regel Durchfall.

Vorgehen

Kontaktieren Sie Ihren Arzt. Der Arzt wird je nach Schwere der Symptome eine symptomatische Behandlung durchführen.

Vergleich mit anderen Medikamenten

Zum Vergleich: Eine Überdosierung von Anticol (Disulfiram) kann zu Krampfanfällen, Koma, Kreislaufkollaps und neurologischen Störungen führen, die mehrere Tage anhalten können. Eine Überdosierung von Naltrekson kann Leberschäden verursachen. Akamprozat ist in dieser Hinsicht das sicherste Medikament in der Pharmakotherapie des Alkoholismus.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fruchtbarkeit mit Akamprozat

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Campral bei schwangeren Frauen vor. Tierversuche zeigten keine Hinweise auf toxische und teratogene Wirkungen auf den Fötus.

Campral darf in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden — wenn die Patientin ohne Behandlung mit Campral nicht vom Alkoholtrinken abstinieren kann und folglich das Risiko einer toxischen und teratogenen Wirkung des Alkohols selbst auf den Fötus besteht.

Vergleich mit Anticol: Anticol (Disulfiram) ist in der Schwangerschaft absolut kontraindiziert — unabhängig vom Trimester. Campral hat hier ein günstigeres Profil: Der Arzt kann die Anwendung in Betracht ziehen, wenn der Nutzen (Schutz des Fötus vor Alkohol) das potenzielle Risiko überwiegt.

Stillzeit

Campral geht in die Milch stillender Tiere über. Es ist nicht bekannt, ob Akamprozat in die Muttermilch übergeht. Aufgrund fehlender Daten zur Anwendung von Akamprozat bei Säuglingen darf Campral nicht von stillenden Frauen angewendet werden.

Fruchtbarkeit

In Tierversuchen wurden keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit beobachtet. Es ist nicht bekannt, ob Akamprozat die Fruchtbarkeit beim Menschen beeinflusst.

Fahrtüchtigkeit und Zusammensetzung von Campral

Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Campral beeinflusst nicht die Fähigkeit zum Fahren und Bedienen von Maschinen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Anticol (Disulfiram), das Schläfrigkeit und Müdigkeit verursachen kann, die Vorsicht am Steuer erfordern.

Für Patienten, für die das Autofahren im täglichen Leben unverzichtbar ist (Pendeln zur Arbeit, familiäre Pflichten), ist Akamprozat eines der bequemsten Medikamente in der Pharmakotherapie des Alkoholismus.

Zusammensetzung des Medikaments

  • Wirkstoff: Akamprozat (Acamprosatum), 333 mg pro Tablette
  • Form: magensaftresistente Filmtabletten — Tabletten dürfen nicht zerdrückt oder zerkaut werden, die magensaftresistente Beschichtung schützt den Wirkstoff vor dem Abbau im Magen
  • Sonstige Bestandteile: Crospovidon, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumsilikat, Natriumstärkeglykolat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Dispersion 30%, Talk, Propylenglykol

Natriumgehalt

Das Medikament enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette — das Medikament gilt als "natriumfrei". Dies ist eine wichtige Information für Patienten mit natriumarmer Diät.

Packungsgrößen

Campral ist in Packungen mit 60, 84, 180 oder 200 Tabletten erhältlich. Nicht alle Packungsgrößen müssen in jedem Land im Verkehr sein.

Wie beginnt man die Behandlung mit Akamprozat?

Akamprozat (Campral) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament — es ist nicht rezeptfrei erhältlich. So sieht der Behandlungsprozess aus:

  1. Entgiftung — wenn der Patient noch trinkt, ist der erste Schritt ein Alkoholentzug unter ärztlicher Aufsicht. Akamprozat wird nach dem Alkoholentzug begonnen.
  2. Ärztliche Beratung — vor Ort oder online. Der Arzt führt eine Anamnese durch, überprüft Kontraindikationen (einschließlich Nierenfunktion) und erstellt einen individuellen Behandlungsplan.
  3. Ausstellung eines e-Rezepts — wenn keine Kontraindikationen vorliegen, stellt der Arzt ein elektronisches Rezept aus, das der Patient in jeder Apotheke einlösen kann.
  4. Behandlungsbeginn — das Medikament wird so schnell wie möglich nach dem Alkoholentzug begonnen. Erste Dosis gemäß dem gewichtsbasierten Schema.
  5. Gleichzeitige Psychotherapie — die Behandlung muss eine Suchtpsychotherapie umfassen. Das Medikament allein reicht nicht aus.
  6. Regelmäßige Kontrollbesuche — der Arzt überwacht die Verträglichkeit des Medikaments während des gesamten empfohlenen Behandlungsjahres.

Akamprozat ist am wirksamsten, wenn es als Teil einer umfassenden Therapie eingesetzt wird — in Kombination mit Psychotherapie, Gruppenunterstützung und regelmäßigem Kontakt mit einem Therapeuten. Das Medikament bietet dem Patienten wertvolle neurochemische Unterstützung, die das Alkoholverlangen reduziert und die Aufrechterhaltung der Abstinenz im schwierigsten ersten Jahr nach dem Alkoholentzug erleichtert.

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