Was ist Pharmakotherapie bei Alkoholismus?
Pharmakotherapie bei Alkoholismus ist die Behandlung der Abhängigkeit mit Medikamenten. Es werden Präparate eingesetzt, die das Alkoholverlangen reduzieren, die Freude am Trinken blockieren oder nach Alkoholkonsum negative Reaktionen auslösen. Pharmakotherapie ist eine wirksame Ergänzung zur Psychotherapie und anderen Formen der Suchtbehandlung.
Arten von Medikamenten in der Alkoholismusbehandlung
In der Pharmakotherapie bei Alkoholismus werden mehrere Medikamentengruppen eingesetzt:
- Opioid-Antagonisten (Nalmefen, Naltrekson) - blockieren Rezeptoren, die für das Lustempfinden durch Alkohol verantwortlich sind
- GABA-Modulatoren (Akamprozat) - stellen das durch Alkohol gestörte Neurotransmitter-Gleichgewicht wieder her
- Aversive Medikamente (Disulfiram/Anticol) - verursachen unangenehme Symptome nach Alkoholkonsum
Für wen ist die Pharmakotherapie geeignet?
Pharmakotherapie wird empfohlen für Personen, die:
- Alkoholabhängig sind und ihren Konsum reduzieren oder das Trinken aufgeben möchten
- Nach einer Entgiftung Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Abstinenz benötigen
- Sich nicht für ein Alkoholimplantat qualifizieren
- Eine orale Behandlung gegenüber Implantaten bevorzugen
- Teil eines umfassenden Suchtbehandlungsprogramms sind
Wie wirken Medikamente gegen Alkoholismus?
Nalmefen und Naltrekson
Sie blockieren Opioid-Rezeptoren im Gehirn, die für das Lustempfinden durch Alkohol verantwortlich sind. Dadurch wird das Trinken nicht mehr als „belohnend“ empfunden, und es wird leichter, den Konsum zu reduzieren oder einzustellen.
Akamprozat
Stellt das Gleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden Neurotransmittern wieder her, das durch chronisches Trinken gestört wurde. Es reduziert Entzugserscheinungen und das Alkoholverlangen.
Disulfiram (Anticol)
Blockiert das Enzym, das Acetaldehyd abbaut, was nach Alkoholkonsum schwere, unangenehme Symptome verursacht. Es wirkt nach dem Prinzip der Aversionstherapie.
Wirksamkeit der Pharmakotherapie
Klinische Studien bestätigen die Wirksamkeit der Pharmakotherapie bei der Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Medikamente reduzieren die Anzahl der Trinktage signifikant, verringern die konsumierte Alkoholmenge und verlängern die Abstinenzphasen. Die besten Ergebnisse werden durch die Kombination von Pharmakotherapie mit Psychotherapie und therapeutischer Unterstützung erzielt.
Wie beginnt man eine pharmakologische Behandlung?
- Ärztliche Beratung - der Arzt beurteilt den Gesundheitszustand und wählt das geeignete Medikament aus
- Rezept - Sie erhalten ein Rezept für das ausgewählte Präparat
- Therapiebeginn - Sie beginnen mit der Einnahme des Medikaments gemäß den Anweisungen
- Kontrollbesuche - regelmäßige Überwachung der Behandlungsergebnisse
Vereinbaren Sie eine Beratung, um herauszufinden, welches Medikament für Ihre Situation am besten geeignet ist.












